Abschlussfeier Landwirt/in 2021
Trotz Krise Nachwuchs in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft unterliegt heute im Vergleich zu früher einer Vielzahl von Reglementierungen und Auflagen, der bürokratische Aufwand ist mittlerweile enorm. Trotz aller Probleme und Schwierigkeiten haben es sich 33 junge Menschen nicht nehmen lassen, diesen Beruf zu erlernen, 28 konnten die Gehilfenprüfung auf Betrieben in den beiden Landkreisen Dillingen und Donau-Ries erfolgreich ablegen.

20 Teilnehmer haben das dazu notwendige Wissen in den abendlichen BiLa-Kursen (Bildungsprogramm Landwirt) erworben. 13 haben die reguläre Ausbildung zum Landwirt/in durchlaufen.

Von den 33 Teilnehmen stammen 12 Kandidaten aus dem Landkreis Donau-Ries, neun aus dem Landkreis Dillingen sowie 12 aus den Landkreisen Aichach-Friedberg, Augsburg, Heidenheim, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Weißenburg-Gunzenhausen und dem Ostalbkreis.

Herausforderung Corona
Die Prüfungen fanden heuer unten den erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Auflagen statt, auch die Zeugnisübergabe konnte nur in einem kleinen feierlichen Rahmen erfolgen. Die Auszubildenden erhielten ihren Gehilfenbrief im Staatlichen Beruflichen Schulzentrum in Höchstädt aus der Hand von Schulleiter Gerhard Weiß, der dabei besonders die Unterstützung während der Ausbildung durch die Eltern und die Ausbildungsbetriebe hervorhob. Der stellvertretende Schulleiter Xaver Leopold, der in einer Bauerntracht erschien, hob die besondere Bedeutung des Berufs Landwirt hervor, auf den die jungen Leute stolz sein können.
Teilweise per Video übermittelten der Landtagsabgeordnete Johann Häussler, Höchstädts Bürgermeister Gerrit Maneth, der Dillinger Landrat Leo Schrell und Landtagsabgeordneter Georg Winter ihre Glückwünsche.
Notendurchschnitt und Prüfungsbeste
Als Klassensprecher übernahm Michael Schröppel die Aufgabe, einen Rückblick auf die Schul- und Ausbildungszeit zu halten und sich im Namen seiner Mitabsolventen bei den Lehrkräften der Berufsschule mit Präsentkörben zu bedanken. Dominik Schlecht, der Prüfungsausschussvorsitzende, bedankte sich für das Engagement, das die Prüflinge auch bei dem teilweise digital durchgeführten Unterricht an den Tag legten. Heinz Merklein, Berater für Bildungsfragen am Amt für Ernährung für Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen, ging auf die erzielten Leistungen in den Prüfungen ein. Sechs Prüflinge erreichten eine Gesamtnote besser als 2,0; der Notendurchschnitt aller Prüflinge lag bei 2,94.
Die besten Prüflinge waren Harald Hopfenzitz (Nittingen), Thomas Schretzmeir (Lauterbach) und Thomas Gschoßmann (Unterschönbach). Für das beste Berichtsheft wurde Tobias Wörner (Zöschingen) ausgezeichnet. Den erfolgreichen BiLa-Absolventen wurden die Zeugnisse am AELF in Nördlingen überreicht.