Betriebsbesichtigung am „Biohöfle“ in Mertingen
Vermarktung und Diversifizierung im Ökolandbau
Zoombild vorhanden
© Philipp Schuhmair, AELF
Am 16. Juli 2026 fand eine Felderbegehung und Besichtigung des Betriebs „Biohöfle Mertingen“ unter dem Motto „Vermarktung und Diversifizierung im Ökolandbau“ statt.
Veranstalter waren die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen Wertingen, Ingolstadt Pfaffenhofen und Augsburg sowie die Ökomodellregionen Stadt.Land.Augsburg, Stadt.Land.Ingolstadt und Paartal.
Direktvermarktung und Hofverarbeitung
Juniorchefin Anna Maria Bissinger informierte rund 35 Landwirtinnen, Landwirte und Interessierte darüber, wie der Betrieb durch verschiedene Vermarktungswege eine möglichst hohe Wertschöpfung erzielt. So können Rindfleischpakete per Website bestellt werden. Außerdem werden über einen Selbstbedienungskühlschrank Kartoffeln, Gemüse, Tomaten, Milchprodukte und Fleisch angeboten. Frischmilch kann zudem direkt aus dem Milchtank selbst gezapft werden. Künftig ist ein Selfservice Hofladen mit Selbstscansystem geplant. Am Betrieb werden zudem 45 Milchkühe mit ammengebundener Kälberaufzucht gehalten. Ein Teil der Milch wird zu Frischkäse, Joghurt und Eis verarbeitet und im Hofladen verkauft.
Weidepflicht und Schlachtung
Die Umsetzung der seit 2026 geltenden Weidepflicht erforderte einige Anpassungen und erhöhten Managementaufwand, kann vom Betrieb über einen direkten Weidezugang aus dem Stall aber umgesetzt werden. Das Rindfleisch wird überwiegend direkt vermarktet. Um die Tiere möglichst stressfrei zu schlachten, erfolgt die Schlachtung am Hof; anschließend werden die Tiere in einer nahegelegenen Schlachterei zerlegt. Der geringe Stress bei der Schlachtung wirke sich positiv auf die Fleischqualität aus, so die junge Betriebsleiterin. Neben der Milchviehhaltung baut der Betrieb Feldgemüse für die Direktvermarktung an, darunter Kartoffeln und Rote Bete. Zudem werden für das verarbeitende Gewerbe Weizen, Dinkel und Soja in Speisequalität er-zeugt.
Zoombild vorhanden
© Philipp Schuhmeir, AELF
Seit 2026 gehen die Bissingers mit dem Tomatenanbau neue Wege:
Neben Stabtomaten werden erstmals auch Freilandtomaten für die Saftgewinnung kultiviert, was eher untypisch für die Region ist. Der Anbau erfolgt in Kooperation mit der Universität Kassel und einem Verarbeiter für ökologisch angebautes Gemüse. Am Ende des Rundgangs gab es für alle Anwesenden Kostproben von dem am Hof produzierten Ökoprodukten.
Neben Stabtomaten werden erstmals auch Freilandtomaten für die Saftgewinnung kultiviert, was eher untypisch für die Region ist. Der Anbau erfolgt in Kooperation mit der Universität Kassel und einem Verarbeiter für ökologisch angebautes Gemüse. Am Ende des Rundgangs gab es für alle Anwesenden Kostproben von dem am Hof produzierten Ökoprodukten.

