Reifemonitoring im Silomais

Maisfeld

Zur Bestimmung des optimalen Erntezeitpunktes bei Silomais werden am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen-Wertingen auch in diesem Jahr Trockensubstanzuntersuchungen durchgeführt.

Die aktuelle Probenahme fand am 04.10.2021 statt. Die Siloreife ist in der Regel ab einen Trockenmassegehalt von 30% in der Gesamtpflanze und von 55% im Kolben erreicht. Zu berücksichtigen ist die unterschiedliche Abreife je nach Sorte und Standort. Im Monitoring wurden TS-Gehalte von 33 bis 35 % TS ermittelt. Der TS-Gehalt auf den beprobten Standorten zeigt, dass die gewünschte Silierreife erreicht wird. Bitte kontrollieren Sie aber Ihre eigenen Bestände, bevor ein Erntetermin festgelegt wird. Die aktuelle kühlere Witterung verzögert zudem die weitere Abreife. Ernten Sie nicht hektisch unter ungünstigen Bedingungen. Wenn Ihr eigener Bestand soweit ist, können Sie das nächste gute Erntefenster abwarten. Die Ergebnisse der Trockensubstanzuntersuchung können als Anhaltswerte dienen. Sie ersetzen aber nicht die eigene Bestandskontrolle.

Eine rein optische Einschätzung des Reifezustandes ist nicht immer zielführend und kann zu Fehleinschätzungen führen. So zeigen die beprobten Bestände eine geringe Restpflanzenabreife mit noch grünen Blättern. Dagegen ist der Reifezustand des Kolbens bereits deutlich fortgeschritten. Die Körner machen ca. die Hälfte der Gesamtpflanze aus (bezogen auf die Trockenmasse). Daher kann eine vorangeschrittene Kornreife die TS-Gehalte der Gesamtpflanze (unabhängig vom Verbräunungsgrad der Restpflanze) stark beeinflussen. Zur Siloreife sollten die Körner eine teigige Konsistenz aufweisen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Einlagerung ins Korn aber noch nicht abgeschlossen. Sind die Körner dagegen fast hart und die Restpflanze bereits weit abgereift, kann der optimale Erntezeitpunkt bereits überschritten sein.

Die Beprobung im Landkreis Dillingen für KW 40 zeigt folgende Ergebnisse:

StandortReifezahlTS-Gehalt in %   
GesamtpflanzePflanzeKolben
WertingenS/K24035 %Ergebnis Häckselprobe
WortelstettenS26034%22 %49 %
Lutzingen S260kein Ergebnis, bereits gehäckselt
LauingenS/K25033 %23 %52 %
LaugnaS240/K25035 %Ergebnis Häckselprobe
LaugnaS260/K25034%Ergebnis Häckselprobe
Wegen zusätzlicher positiver Effekte (mehr pansenstabile Stärke) sollte für die Fütterung von Milchvieh und Mastbullen ein TS-Gehalt von 35 % in der Gesamtpflanze angestrebt werden.

Ansprechpartner

Martin Wimmer
AELF Nördlingen-Wertingen
Landrat-Anton-Rauch-Platz 2
86637 Wertingen
Telefon: 08272 8006-2127
Fax: 08272 8006-2157
E-Mail: poststelle@aelf-nw.bayern.de
Elke Lasch
AELF Nördlingen-Wertingen
Landrat-Anton-Rauch-Platz 2
86637 Wertingen
Telefon: 08272 8006-2122
Fax: 08272 8006-2157
E-Mail: poststelle@aelf-nw.bayern.de